„MUT! Tu was. Zeig Zivilcourage.“

Verleihung des Heilbronner Zivilcouragepreises für das erste Halbjahr 2017

Im nunmehr siebten Jahr wurde der Heilbronner Zivilcouragepreis unter dem Titel „MUT! Tu was. Zeig Zivilcourage.“ für den Stadt- und Landkreis Heilbronn ausgelobt.
Am 15. Januar 2018 fanden sich die ausgewählten Preisträger für das erste Halbjahr 2017 im ehrwürdigen großen Ratssaal des Heilbronner Rathauses ein. Nach Begrüßung durch die Sozialbürgermeisterin der Stadt Heilbronn, Frau Agnes Christner, und unseren Polizeipräsidenten Hans Becker führte der Chefredakteur der Heilbronner Stimme, Uwe Ralf Heer, durch den Festakt. Die Verleihung der Preise erfolgte durch den Verleger der Heilbronner Stimme Tilmann Distelbarth, Frau Christner, Hans Becker, seinen Amtsvorgänger Hartmut Grasmück, die Vorstände der Heilbronner Bürgerstiftung Angelika Biesdorf und Thomas Schick sowie Roberto Monaci vom Referat Prävention.

Im Mittelpunkt standen aber zweifellos die 12 Hilfeleistenden, die durch ihr Hinschauen und Agieren Anderen in besonderem Maße geholfen haben.

 

Unter anderem schritten die mutigen Bürger ein:

  • bei einem Messerangriff eines 48-Jährigen auf einen Mann,
  • bei einem gewalttätigen Übergriff eines 55-jährigen Mannes auf seine Frau,
  • bei einem tätlichen Angriff eines gewalttätigen Mannes, der am Heilbronner Hauptbahnhof auf eine Frau einschlug, weil er sich durch ihr Telefonat mit einem Mobiltelefon gestört fühlte,
  • bei einem rabiaten 29-Jährigen, der wegen einer vermeintlich nicht angepassten Wartezeit auf die Inhaberin eines Geschäfts einschlug,
  • bei einem unmittelbar bevorstehenden Angriff auf den Angestellten einer Bäckerei mit einer Glasflasche,
  • bei einem Fahrraddiebstahl
  • bei der Bedrohung einer Angestellten eines Supermarkts

Dabei wurden die couragierten Bürgerinnen und Bürger teilweise selbst bedroht oder gar selbst Ziel eines tätlichen Angriffs. Durch ihr Handeln konnten sie jedoch Schlimmeres verhindern.

Darüber hinaus wurden zwei Taxi-Fahrer mit Preisgeldern bedacht, da sie äußerst aufmerksam beim Transport ihrer Fahrgäste waren und damit zwei ältere Bürger davor bewahrten, dreisten Betrügern auf den Leim zu gehen. In einem Fall verhinderte ein 62-Jähriger, dass ein Senior seiner vermeintlichen Enkelin 30.000 Euro aushändigte; ein weiterer Taxi-Fahrer erkannte durch Erzählungen einer Seniorin die Betrugsmasche durch einen „falschen Polizeibeamten“ und konnte die betagte Dame ebenfalls vor einem finanziellen Schaden bewahren, indem er die richtige Polizei verständigte.

Neben dem Dank und einer Anerkennungsurkunde erhielten die Helfer Geldpreise für ihr selbstloses Einschreiten zwischen 200 und 300 Euro.

 

 

Foto: Heilbronner Stimme

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